BORIS GODUNOV

La Fura dels Baus
Freitag, 09 Januar, 21.00 h.
Samstag, 10 Januar, 21.00 h.
Sonntag, 11 Januar, 19.30 h.
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15 Dezember A 21€  B 16€  C 12€  D 7€

Originalidee und künstlerische Leitung  Àlex Ollé (La Fura dels Baus)
Dramaturgie und Inszenierung  Àlex Ollé und David Plana
Originale Textversion  David Plana
Darsteller  Pedro Gutiérrez, Sara Rosa Losilla, Pep Miras, Juan Olivares,
Francesca Piñón, Albert Prat, Òscar Rabadán, Fina Rius und Manel Sans
Patricia Avilés, Pablo García, Esteban Lomeña, Adrián López, Alberto Nebro,
Alberto Ríos und José Antonio Vera

> Dauer 1.35 Std. (o/U)

www.lafura.com
www.borisgodunov.es

Freigegeben ab 14 Jahren

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ABONNEMENTS (nur an den Verkaufstellen des Teatro Cervantes erhältlich)
Im Abonnement inbegriffen: Boris Godunov (am  9. und 10.), Cómica vida,
Operation: Orfeo, Urtain, Sobre flores y cerdosHamlet (am 23. und 24.),
Antígona, Rain (am 29. und 30.) und Trampa para pájaros
Für 7 Vorstellungen       Preisnachlass von 20 %
Für 4 Vorstellungen       Preisnachlass von 10 %
HINWEIS.- Die vom Teatro Cervantes ausgestellten Abonnements gelten jeweils für Eintrittskarten derselben Art.

Inspiriert durch die Geiselnahme von 900 Personen im Moskauer Dubrovka-Theater im Jahre 2002 durch eine Gruppe bewaffneter Tschetschenen, die den Abzug der russischen Truppen aus ihrem Lande forderten und die nach dreieinhalb Tagen zäher Verhandlungen mit dem Tode von 171 Personen endete, wirft “La Fura dles Baus” tiefgehende Gedankengänge über das Thema Terrorismus auf. Auf Terror antworten wir in einigen Fällen mit Terror und dieses Paradoxon stellt den Inbegriff des Titels dar, den La Fura dels Baus durch jenen des originalen musikalischen Dramas ersetzt: Boris Godunov von Pushkin, das von einem Emporkömmling handelt, der bereit ist, den korrupten Zarewitsch stürzen zu lassen, um selbst an die Macht zu kommen, obwohl alle wissen, dass er um nichts besser ist, als jener, den er zu ersetzen versucht.

Auf der Bühne gehen die verschiedenen, aus dem Werke resultierenden Dispute ineinander über – und zwar in einer zeitgemäßen und abgewandelten Sprache mit Anspielungen auf die Aktualität –, da sind zum Einen die internen Streitigkeiten zwischen den Terroristen und die Querelen zwischen dem Einsatzkommando und dem Vermittler, der versucht, zwischen den Geiselnehmern und der Regierung eines imaginären Staates zu verhandeln – den Autoren war daran gelegen, einen archetypischen Terrorismus darzustellen, um keine Polemiken zu verursachen.

“In einem Theater nimmt die Dubrovka-Tragödie  ihren Lauf und zwar in einem besetzten Theater und gerade diese Situation erschien mir von allen Inszenierungsvarianten als die Schrecklichte. Das Publikum, das sich versammelt hat, um sich an der Fiktion eines musikalischen Dramas zu erfreuen, findet sich mit einem Werk konfrontiert, welches es nicht ausgewählt hat und welches ein nicht wünschenswertes Ende nimmt. Das Stück Boris Godunov begann Gestalt anzunehmen, als sich mir die Möglichkeit ergab, dem Publikum ein infinitesimales Stück zu präsentieren, in dem ein anderes Publikum einen der tragischsten Momente der Realität durchleben musste. Dem Stück wird jedoch aufgrund seiner Fiktion etwas von seinem ursprünglichen Grauen genommen.”    Àlex Ollé

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