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| 19 Januar | A 75€ B 56€ C 40€ D 22€ | ||||||
PRODUKTION DES MÄRISCH-SCHLESISCHEN NATIONALTHEATERS VON OSTRAU
(Tschechische Republik)
Oper in drei Akten mit Textbuch und Musik von Leoš Janácek, der sich am Werk
Jeji Pastorkina von Gabriela Preissová inspirierte. Sie wurde am 21. Januar 1904 in Brünn (Mähren) erstaufgeführt. In Spanien fand sie ihr Debüt am 14. Januar 1965 im Gran Teatre des Lizeums von Barcelona
Musikproduktion THEATER CERVANTES MALAGA
Jenufa ELENA PROKINA
Laca MICHAEL HENDRICK
Steva MIROSLAV DVORSKY
Kostelnicka AGNIESZKA ZWIERKO
Buryja KARLA BYTNAROVA
Starek JOSÉ MANUEL DÍAZ
Bürgermeister MIGUEL ÁNGEL ZAPATER
Bürgermeisterin AINHOA ZUBILLAGA
Karolka TATIANA DAVIDOVA
Jano ITZIAR FERNÁNDEZ DE UNDA
PHILHARMONIEORCHESTER AUS MALAGA
OPERNCHOR MALAGA
Bühnenleitung MICHAEL TARANT
Chorleitung FRANCISCO HEREDIA
Musikalische Leitung OLIVER VON DOHNANYI
Auf den ersten Blick sind die Situationen und Konflikte, die Jenufa präsentiert, in zahlreichen Opern das gleiche Thema. Dennoch macht das individuelle Profil jedes dramatischen Augenblicks und die Art, wie sich die einen mit den anderen verketten, aus ihr ein stärkeres und komplexeres Drama, als es scheinen mag.
Leoš Janácek (Mähren, 1854-1928) arbeitete 10 Jahre an Jenufa, eine Zeit, die von der Krankheit und dem Tod seiner Tochter überschattet wurde. Mit dem Textbuch von Janácek selbst und auf La hijastra, einem Drama von Gabriela Presissova, basiert, wurde sie am 21. Januar 1904 ohne irgendeine Transzendenz erstaufgeführt. Der große Erfolg für Jenufa kam 1918, nachdem an der Staatsoper Wien eine ins deutsche übersetzte Version vorgestellt wurde.
Janáceks Stil ist zu persönlich, um in ihm eine bestimmte Tendenz auszumachen. Bei dem Entwurf eines harten und gut umrissenes, ländliches Drama mit naturalistischer Sprache und trotz der Elemente des späten Romantik, sind es viele, die bei dieser Oper Ähnlichkeiten mit bestimmten Titeln der italienischen Verismusbewegung. Beim Musikalischen entwickelt Janácek für seine Zeit einen sehr originellen, harten, dramatischen und sehr fortschrittlichen Stil. Ohne betonend atonal zu sein, kommt er zu einem interessanten Polytonalismus und komplexen Harmonien, die in jener Zeit einen neuen und modernen Effekt hatten.
Jenufa spielt Ende des XIX Jahrhunderts auf den Feldern von Mähren und die Geschichte ist ein echtes Feuilleton roter Noten. Jenufa ist eine Bäuerin mit einem betrunkenen Freund (Steva), von dem sie ein Kind erwartet und darauf wartet, dass er vom Militärdienst befreit wird, um zu heiraten und nicht in die Schande zu fallen, allein stehende Mutter zu sein. Schließlich wird er vom Militärdienst befreit, darf Jenufa aber nicht sehen, da die Stiefmutter (Kostelnicka) ihm als Auflage erteilt hatte, ein Jahr nichts zu trinken. Laca, der Stiefbruder von Steva, verletzt Jenufa, in die er verliebt ist, im Gesicht, um sie zu entstellen und damit zu erreichen, dass Steva von ihr ablässt. Alles im Kontext der Endogamie und des Inzests, da Jenufa, Steva und Laca die gleiche Großmutter haben.
In Kostelnickas Hütte verbringt Jenufa die Zeit ihre Schwangerschaft und bringt dort das Kind zur Welt. Steva wird gerufen, um sein Kind kennen zu lernen und um Jenufa zu heiraten, aber er ist bereits mit der Tochter des Bürgermeisters verlobt. Kostelnicka ruft Laca, damit dieser seine alte Liebe heiratet. Sie sagt ihm, dass das Kind gestorben ist. Kostelnicka gibt Jenufa ein Schlafmittel und ertränkt das Kind im eiskalten Fluss. In ihrem Schmerz und Hilflosigkeit akzeptiert es Jenufa, Laca zu heiraten. Während der Hochzeitsfeier entdeckt das Dorf den gefrorenen Leichnam des Kindes und will jenufa lynchen. Kostelnicka gesteht die Tat und stellt sich. Die Hochzeit fällt aus und an ihrer Stelle herrschen Trauer und Elend. Jenufa und Laca sprechen unter vier Augen über die Chance eines neuen Lebens.